voigtländer                    Copyright Texte und Bilder: Frank Mechelhoff 2005-2021

Die MESSSUCHER RENAISSANCE
OBJEKTIVE zur VOIGTLÄNDER BESSA
Erste Serie ab 1999: Leica M39 Schraubgewinde (LTM)



Ultra-Wide Heliar 12mm f5.6 Aspherical

Silber oder schwarz,
ohne Messsucherkupplung, weitestes rechtwinkliges Weitwinkel der Welt (vorgestellt März 2000)
Preis 595 USD (2005) mit Sucher und abschraubbarer Sonnenblende.


VL12-5.6-Lenses

Vl 12mm 5.6 Diagram
Aufwendigstes Design der Serie: 10 Elemente/ 8 Gruppen
Bauzeit 2000-09 bis 2010-01, ersetzt durch das Ultra-Wide-Heliar 12mm f/5.6 Aspherical II (M-Mount, 2009-04 bis 2015-09) mit gleichem optischen Design
Beide sind an Cameras mit digitalem Sensor (Vollformat) nicht zu empfehlen wegen Vignettierung und Farbverschiebung.


Super-Wide Heliar 15mm f4.5 Aspherical
Silber oder schwarz
Weitestes Weitwinkel für Messucherkameras 1999 (abgesehen vom lichtschwächeren und sündteuren Zeiss Hologon 15mm f8 in Leica M)
Preis 345 USD (2005) mit Sucher, ohne Leuchtrahmen (Sonnenblende eingebaut).
Ohne Messsucherkupplung,  Bauzeit 1999-02 bis 2012-12,
ersetzt durch das Super-Wide-Heliar 15mm f/4.5 Aspherical II (M-Mount, 2010-04 bis 2016-05) mit gleichem optischen Design
Beide sind an Cameras mit digitalem Sensor (Vollformat) nicht zu empfehlen wegen Vignettierung und Farbverschiebung.
 
Bessa-L-Heliar-15mm-1999.

Linsenschnitt 15/4.5

8 Linsen in 6 Gruppen -- bedingt durch die mögliche kurze Baulänge beim Messucherobjektiv konnte der Aufwand an optischen Gliedern gering gehalten werden, und damit ebenso Größe, Gewicht und Preis, verglichen mit einem SLR Objektiv. Diese haben bei 15 mm in der Regel 13 und mehr Linsen und wiegen soviel wie das Voigtländer mit Camera! Häufig wurde es als "symmetrisches" Objektiv bezeichnet, was nicht zutrifft. Es ist eine Retrofocuskonstruktion wie bei SLR Objektiven, bloß mit kürzerer hinterer Schnittweite.


Color-Skopar 21mm f/4
Bauzeit 2001.04-2012-10
Preis (2005) 335 USD incl. Sucher (mit Leuchtrahmen)
und eingeschraubter kleiner Sonnenblende
Mit Messucherkupplung. Ersetzt durch das Color-Skopar (M-mount) mit identischem Design.
Beide sind an Cameras mit digitalem Sensor (Vollformat) nur eingeschränkt zu empfehlen wegen Vignettierung und Farbverschiebung.
 
VL21mm-mBessaT

VL21mm-mBox

21mm
Voigtländer Color-Skopar 21mm f/4 - 8 Elemente in 6 Gruppen.
Vom 25/4 Snapshot-Skopar abgeleitetes Design, in den Ecken weniger scharf als dieses.
Leica 21mm
                  Elmarit-M asph.
Das Referenzobjektiv, eine Blendenstufe stärker aber kängst nicht so kompakt - LEICA Elmarit-M Asph. 21mm f/2.8 - 9 Elemente in 6 Gruppen



Snapshot Skopar Voigtländer Snapshot-Skopar 25mm f/4
Bauzeit (in LTM) 1999.02-2005-12
Preis (2005) 259 USD incl. Sucher und eingeschraubter kleiner Sonnenblende
Silber oder Schwarz (teilweise Entfernungsskala bloß in Metern oder Fuß)
Mit bloß 90g leichtestes Objektiv der Serie
Ohne Messucherkupplung!
Sucher der ersten Serie ohne Leuchtrahmen, zweite Serie mit Leuchtrahmen

Ersetzt durch das Color-Skopar P (M-mount) mit identischem Design (144g). Beide sind an Cameras mit digitalem Sensor (Vollformat) nur eingeschränkt zu empfehlen wegen Vignettierung und Farbverschiebung.
 
Snapshot Skopar
Voigtländer Snapshot Skopar 25mm f/4 - eigenständiges und modernes Design mit planer Frontlinse  - 7 Elemente in 5 Gruppen

Neben dem sensationellen 15mm f/4.5 machte Cosina/ Voigtländer 1999 vor allem mit dem 25mm f/4 von sich reden. Das Design ist sichtlich modern und eigenständig mit planer Frontlinse. Das später hinzugekommene 4/21mm baut auf dem gleichen Gebäuse auf und hat vom Design Ähnlichkeit mit den LEICA Elmarit-M 2.8/21 sowie seinem Nachfolger mit asphärischem Element.


Cosina/ Voigtländer verzichtete bewußt auf eine Blendenstufe Geschwindigkeit, um Konstruktionsaufwand und Kosten gering, vor allem aber die Größe klein zu halten. Damit nahm man auch einen gewissen Lichtabfall zu den Eckenl in Kauf, der etwas größer ist als bei den voluminöseren Weitwinkelobjektiven von LEICA oder ZEISS. Mehr noch als das 15mm, sind es wirklich Hosentaschenobjektive, bestens geeignet sie überall hin mitzunehmen. Ich fand den 25mm Sucher besser als den vom 21mm (verzeichnungsfreier), habe das 25mm auch gemocht, die Brennweite aber zu "eng" am 35mm und zu "weit enfernt" vom 15mm gefunden und es deshalb durch das 21mm ersetzt.
Außerdem empfinde ich es als angenehmer dass das 21mm Objektiv messucher-gekuppelt ist. Zwar ist das bei extremen Weitwinkelobjektiven wegen deren großer Schärfentiefe
nicht unbedingt nötig, aber wenn man häufig Objektive wechselt, irritiert es wenn ein Objektiv ohne Messsucher-Kupplung dabei ist.

Idstein Markt


28mm/3.5 Color-Skopar
silber o. schwarz (Messing statt Alu)
Bauzeit 05.2002 bis 04.2007- Ohne Nachfolger eingestellt.
Entfernungseinstellung bis 0,7m
Preis (2005) 289 USD ohne Sucher

Color-Skopar 28mm f3.5

Linsenschnitt 28mm f3.5
7 Elemente, 5 Gruppen -- ebenfalls vom 25/4 abgeleitetes Design


28mm/1.9 Ultron Aspherical
silber o. schwarz, mit schwarzer Sonnenblende und abschraubbarem Fokussierungsstift
Produktion von 04.2001 bis 06.2007; ersetzt durch 28/2.0 Ultron Aspherical (M-Mount) mit geändertem optischen Design
War zum Vorstellungszeitpunkt das lichtstärkste 28mm Messucher-Objektiv, und ist bis heute das lichtstärkste mit Leica Schraubgewinde
Preis (2005) 449 USD ohne Sucher

28mm f1.9 black

VL 28mm f1.9 -silver

Diagramm VL 28mm f1.9
9 Elemente / 7 Gruppen, aufwendige und lange Konstruktion,
sehr gutes Objektiv



35mm f1.7 Ultron Aspherical

Zweitlichtstärkstes 35mm Weitwinkel in Leica Schraubgewinde (nach Canon 1,5/35 1961)
Wirkt etwas schwer an der kompakten Bessa-R, passt aber hervorragend zu den etwas größeren und massiveren Kameras der 60'er Jahre wie der Canon P (mehr davon)


Canon_P_w_Ultron_02

Ultron 35
              1.7 Black A
Version A (schwarz) : Flache Riffel (Silberne Objektive haben diese immer)
Ultron
              35mm f1.7 Aspherical black Type B
Version B (schwarz) : Erhöhte Riffel (griffiger)

Bauzeit: 1999-09 bis 2007-04 (Silber und Schwarz)
Preis: 399 USD (2005) ohne Sucher, mit kleiner eingeschraubter Sonnenblende


Diagram 35mm f1.7
8 Elemente / 6 Gruppen
Modernes, unkonventionelles Design mit konkaver Frontlinse und planer Rücklinsenfläche

Gute Abbildungsleistung bei hoher Öffnung, nicht ganz so überzeugend in Kontrast und Farbdarstellung bei mittleren Blenden f/5.6-8. Streulichtanfällig.
Ersetzt erst 2015-08 bis 2019-11 durch 35/1.7 Ultron(-II) Vintage Line mit ähnlichem, verbessertem Design (1 zusätzliches Element, 1 Element mit LowDispersion-Glas)


35mm/2.5 Color Skopar P-Type ("Pancake Type 1")
schwarz
Vorgestellt Januar 2000 mit der Bessa R, eingestellt 2003.
Preis (2005) 229 USD ohne Sucher

Skopar P Type 35/2.5

Lens Diagramm 35/2.5
Biogon Typ, 7 Elemente/ 5 Gruppen
Sehr gutes, scharf und kontrastreich abbildendes Objektiv


35mm/2.5 Color Skopar (Type C - "Compact")
schwarz oder silber (Gehäuse ähnlich wie beim 21/4)
Mit 116g leichtestes 35mm
Preis (2005) 229 USD, ohne Sucher
Bauzeit 03-1999 bis 05-2003. Ersetzt durch das Color-Skopar II VM 35/2.5 mit identischem optischen Design, 134g
 

35mm f2.5
                      Lenses


50mm/1.5 Aspherical Nokton
schwarz oder silber
Vorgestellt November 1999, Bauzeit bis 03.2009, ersetzt durch das Nokton Vintage Line 50mm f1.5 (M-mount), Bauzeit 2013-06 bis 2020-02 im gleichen optischen Design
Preis (2005) 345 USD 
 


Nokton Aspherical
          50mm f/1.5 black

Lens Design 59/1.5 Nokton
          (I)
6 Elemente / 5 Gruppen mit 2 asphärischen Flächen
Qualitativ sehr gutes Standardobjektiv (besser als Pre-Asph. Leica Summilux 1.4/50mm)

50mm/2.5 Color Skopar
schwarz oder silber (Messing statt Alu)
Eingeführt mit der Bessa R2 (Feb. 2002)  Bauzeit bis 06.2007, kein Nachfolger.
Preis (2005) 289 USD ohne Sucher, mit kleiner eingeschraubter Sonnenblende

Color
                          Skopar 50mm f/ 2.5
Sehr kurz gebautes, kompaktes und sehr gut verarbeitetes  50mm Objektiv

50-2.5
                          Color-Skopar Design

Aufwendiges Design (7 Elemente/ 5 Gruppen), dafür eher bescheidene Bildqualität


Heliar 50mm f3.5 (collapsible)
silber (Messing)
Verkauft als "101 Jahre Heliar Edition" mit Camera Bessa-T ("Limited Edition"), insgesamt 2.000 Stück, November 2001, Gewicht 150g.

Bessa-T,
                          101 years Heliar

Später nochmals in kleiner Serie (600 Stück) mit Nickel-Gehäuse (2009-11).
(I) Preis (2005) 950 USD mit Camera und Leuchtrahmen-Sucher 50mm (Metall)
 
(II) Preis (2010) 699 USD (Nickel)

Heliar (Nickel)
Nickel Version an (Nickel) Leica II, 1932, eingefahren

VL Heliar
                  50/3.5 design

Klassisches Heliar Design - 5 Elemente/ 3 Gruppen



Heliar 50mm f2 (half-collapsible)
silber (Nickel)
Limited, 600 Stück, November 2009, Gewicht 191g. Preis 749 USD (2010).

Heliar 50f2 limited edition
Bild: www.cameraquest.com

VL 50mm f2 Heliar design




Color-Heliar 2.5/75mm

Ein sehr gutes kurzes Teleobjektiv, eine ideale Kombination zum 35mm-Ultron wenn man bloß zwei Objektive mitnehmen kann oder will - zumal die beiden Objektive auch äußerlich und vom Handling her sehr ähnlich sind. Kurzer Fokusweg, sehr "schnelle" Einstellung. Noch kompakte Größe als Reiseobjektiv. Sehr scharf schon bei großer Blende, beste Leistung bei f/4. Ein schönes Objektiv - wenn auch kein klassisches Heliar sondern ein "ganz normales" 6-linsiges Planar wie heute meist als kurzes Teleobjektiv verwendet. Bei mittleren Blenden sind die Abbildungsleistungen sehr gut, übertreffen aber nicht die der besten klassischen Telephotos der 1960'er von Canon und Nikon (mehr davon)

Color Heliar 75mm

vl75

Diagram 75mm2.5

Bauzeit: 1999-09 bis 2008-03 (Silber und Schwarz)
Preis: 299 USD (2005) mit kleiner eingeschraubter Sonnenblende


90mm/3.5 Apo-Lanthar
schwarz oder silber
Vorgestellt September 2000 (Photokina),

Bauzeit 02-2001 bis 09-2011
Preis (2005) 319 USD mit eingeschraubter, langer Sonnenblende
 
VL 75 u. 90
                          mm
Voigtländer 75/2.5 und 90/3.5 LTM, jeweils mit Sonnenblende und Deckel

Lens Desiign
                          90mm f3.5 Apo-Lanthar

6 Elemente/ 5 Gruppen
Aufwendiges Design für die Lichtstärke (das vergleichbare Leica Elmarit-M bzw. ältere Tele-Elmarits 90/2.8 sind bloß Vierlinser)
Die Leistung ist aber nicht erheblich besser, und leider neigt es generell zu irreparablen Defekten der Vergütung der hinteren Linsen, was sich als starke Trübung/ Fungus darstellt.

Tabelle : Alle Voigtländer (Cosina) Objektive in Leica Schraubgewinde (LTM/ M39)

Name mm f/ Elemente Gruppen Filter (mm) Größe (mm) minimale Entf. (m) Bauart Gewicht (g) Start-Datum Ende-Datum
Ultra-Wide-Heliar Aspherical 12 5.6 10 8 Extra-Adapter φ50.5 × 38.2mm 0,3 *)
Alu 162 2000-09 2010-01
Super-Wide-Heliar Aspherical 15 4.5 8 6 nein φ49.6 × 30.7mm 0,3 *)
Alu 105 1999-02 2012-12
Color-Skopar 21 4 8 6 39 φ49.6 × 29.1mm 0,5 Alu 109 2001-04 2012-10
Snapshot-Skopar 25 4 7 5 39 φ49.5 × 29.5mm 0,7 *)
Alu 90 1999-02 2005-12
Ultron Aspherical 28 1.9 9 7 46 φ55.8 × 63.1mm 0,7 Alu 265 2001-04 2007-06
Color-Skopar 28 3.5 7 5 39 φ49.6 × 25.8mm 0,7 Messing 163 2002-05 2007-04
Ultron Aspherical 35 1.7 8 6 39 φ55 × 47.7mm 0,9 Alu 203 1999-08 2007-04
Color-Skopar (C-Type) 35 2.5 7 5 39 φ49.5 × 31mm 0,7 Alu 116 1999-03 2003-05
Color-Skopar (P-Type) 35 2.5 7 5 43 φ55 × 25mm 0,9 Alu 134 1999-03 2003
Nokton Aspherical 50 1.5 6 5 52 φ60 × 54.5mm 0,7 Alu 243 1999-10 2009-03
Color-Skopar 50 2.5 7 6 39 φ49.6 × 33.6mm 0,75 Messing 208 2002-04 2007-06
Heliar 101th model 50 3.5 5 3 27 φ47 × 23.2mm (eingefahren) 1,0 Messing 150 2001-11 (2000 Stck.)
Heliar (Limited) 50 3.5 5 3 27 φ47 × 42.2mm (ausgefahren) 1,0 Messing 147 2009-11 (600 Stck.)
Heliar (Limited) 50 2 5 3 39 φ47 × 37.5mm (eingefahren) 1,0 Messing 147 2009-11 (600 Stck.)
Color-Heliar 75 2.5 6 5 43 φ55.5 × 64.5mm 1,0 Alu 230 1999-09 2010-09
Apo-Lanthar 90 3.5 6 5 39 φ51 × 90mm 1,0 Alu 260 2001-02 2011-09

*) Ohne Messucher-Kupplung/ without coupling to the rangefinder
Summe: 4 Ultra-Weitwinkel, 5 Weitwinkel, 2 Standardobjektive (+ 2 "Limited Edition"), 2 kurze Teleobjektive



Ende der Objektivserie mit Leica Schraubgewinde:

Als erstes Voigtländer Objektiv mit Leica wurde das Nokton 35/1.2, vorgestellt (Photokina) September 2002 zum Auslauf des Patentschutzes auf das Leica M-Objektivbajonett.
Die Objektive mit Leica Schraubgewinde wurden danach Zug um Zug gegen solche mit M-Mount ausgetauscht.
Diese haben nun alle Messucher-Kupplung und werden ohne Sucher geliefert.


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