CANON  MESSUCHER  WEITWINKEL
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 Canon 28mm f/35 (1951-1957) at a 1960 Canon P


Canon SERENAR 1:3.5 28mm
Gebaut von Okt. 1951-Apr. 1956, war es das lichtstärkste 28mm Kleinbildobjektiv der Zeit. Stückzahl 670 nach RANDOL HOOPER, was mir zu wenig erscheint für eine fast 5-jährige Laufzeit und die Tatsache dass 28mm "ultra-wide" Brennweite brandneu war in jenen Jahren. Es wurde abgelöst von einer optisch identischen "schwarz-chrom" Version (200 Stück), abgelöst von einem neuen (chrom) 2.8/28mm (5.839 Stück). Es war CANONs weitwinkligstes Objektiv 1951 und daher ein wenig großspurig "Ultra-Weitwinkel" auf dem schönen Lederkistchen bezeichnet mit dem das Objektiv und der zugehörige chromfarbene Albada-Aufstecksucher geliefert wurde. Der optische Sucher war nicht parallax-korrigiert, im Gegensatz zur späteren schwarzen Version der entweder mit automatischer
(für Camerserie V, VI, L) oder manueller Parallax-Kompensation (Serie P) erhältlich war. Immerhin war er den aufklappbaren 28mm-Suchern von LEICA voraus.
Mit 27.000 Yen war der Inlandspreis 30% höher als das zeitgleiche 2.8/35mm das vom optischen Design und Äußerem (bis hin zum Lederetui) sehr ähnlich war. Es gehört zu den kompaktesten Objektiven der
CANON Screw Mount Serie (einzig das 1956 erschienene 3.5/25mm ist noch 4,5mm niedriger).

US Army Signal corps
Die erste Version dieses Objektivs erscheint manchmal mit der Gravur "U.S.ARMY. SIGNAL CORPS". Volle Blendenstops f/3.5,4-22.
Canon 28mm f/3.5 black
Die zweite, noch seltenere schwarze Serie des 28mm f/3.5 mit einem Köcher aus der Zeit um 1958  (bekannte Nummern: 20310, 21038)
Canon 28mm f/2.8

Das letzte chromfarbene CANON Objektiv,  Juni 1957. Ähnliches Erscheinungsbild wie das  3.5/25mm (1956)

Canon 28mm f/3.5 design
CANON 3.5/ 28mm  (1951-1958) - einfache Gauss-Designs sind üblich bei Weitwinkelobjektiven der 1950'er und 1960'er Jahre für Meßsuchercameras - für SLR's ist ihre Schnittweite zu kurz - aber die Korrektion für den breiten Bildwinkel überstrapazierte häufig Kontrast, Schärfe und gleichmäßige Ausleuchtung hin zu den Ecken.
Diese Beschränkungen galten prinzipbedingt auch fürs Leitz Summaron
Canon 28mm f/2.8 design
Ebenfalls ein Gauss-Typ aber mit verkitteten äußeren Gruppen  - die Ansichten welches von beiden die besser Lösung ist sind geteilt.
Die größeren Elemente sind jeweils dem Film zugeneigt - bei allen Diagrammen bei mir auf der rechten Seite vorzustellen
Leitz Summaron 28mm  Summaron
Im Vergleich Leitz Summaron 5.6/28mm - 1956-1963 - höher bewertet bei Sammlern aber 1,5 Blendenstufen langsamer und "primitiver" gefertigt...
Das Canon/ Serenar 3.5/28mm erschien Okt. 1951 zusammen mit dem 2.8/35 - vom Design her dem ersten Leica Weitwinkel im Doppel-Gauss-Typ ähnlich, dem Summaron 3.5/35 von 1948.

Leitz hatte einen echten Mangel an Weitwinkelobjektiven gegen Ende der Berek-Ära in den 1950'ern. Von 1935-1955 gab es ein 5-linsiges Hektor 6.3/28mm (Heliar-Tyop)



Eigenartigerweise ist der Einstellpunkt für die Blende exakt mittig angeordnet ("12 Uhr") während der Fokussierungspunkt Canon-typisch leicht zur Sucheröffnung hin verschoben ist (11 Uhr). Offenbar der Versuch eines Kompromisses mit der "deutschen" Anordnung...Darunter das Lederkästchen für Objektiv und Aufstecksucher. Der Sucher ist ein optischer Albada-Sucher - kein zeittypischer "Masken-Typ" mit Fensterglas - zeit etwas Verzeichnung aber sonst brauchbare optische Eigenschaften und ist ebenfalls vergütet. Das gesamte Sichtfeld ist auch mit dünnen Brillengläsern voll zu erkennnen. Das Leichtmetall-Augenstück ist allerdings weniger brillenfreundlich als die neuen Voigtländer Aufstecksucher.

Canon 28mm f/3.5

Technische Daten im Vergleich zum kleinsten messucher-gekuppelten VOIGTLÄNDER Objektiv (gleiche Fassung wie beim 2002 vorgestellten 3.5/28mm)


Canon28mm 3.5
Canon Serenar 1:3.5 28mm
VL 28mm 3.5
Voigtlander RF 3.5/28mm
Length
19.9 mm
21.0 mm (without hood)
Minimum focussing / focusiing angle
3 ft (1m) / 190°
0,5m / 90°
Back-length
7.35 mm
14 mm
Weight (lens with back cap/ finder)
152 g / 50 g
120g / 30 g
Size of viewfinder (wide/ length)
d: 27 mm / 35 mm
35.5 mm /  32.5 mm
Max. diameter / Front-diameter
46 mm / 36 mm
49 mm / 43.2 mm
Filter size
34 x 0.5 mm
39 mm

Hunoldstal
Schmitten
Schmitten
Felsenweg

Schmitten_1927
Niedgesbachtal

Bilder mit dem
"Japanischen Summaron" (anklicken für größere Auflösung)


Canon SERENAR 1:2.8 35mm
Ser 2.8/35mm
Nicht ganz so klein und kompakt  ist das 2.8/35mm, erste Version, frühes Exemplar (Stückzahl 15.416)  - gebaut von 1951-1956

LEITZ hatte 1948 ein sechslinsiges Summaron 3.5/35mm  herausgebracht das die Leistung des 4-linsigen Tessar-Typ Elmar (von 1930) klar verbesserte, vor allem in Punkto Lichtabfall und Schärfe und Kontrast in den Ecken. CANON brachte als erstes Weitwinkel zur Kleinbildcamera om März 1950 ebenfalls einen Tessar-Typ heraus, jedoch schon im Juni 1951 ein sechslinsiges 3.2/35mm, etwas lichtstärker als das Leitz Summaron und alle anderen auf dem Markt erhältlichen 35mm Kleinbildobjektive - zum Preis von 94,-- USD (entsprichend 682,- USD in Preisen von 2005). Bereits 4 Monate später gab es ein 2.8/35mm, äußerlich unterschieden nur durch einen "moderneren" schwarzen Frontring. (Preis 110 USD - 800 USD heute). LEITZ zog lichtstärkemässig erst 1958 gleich.
Das Canon 2.8/35 wurde in geänderter Fassung bis 1962 weiter gebaut.
Es ist nicht schlechter als das bekannt gute 2.0/35 von dem es abgelöst wurde, sondern schlicht anders: Die Bilder haben einfach einen "altmodischeren", weniger kontraststarken Touch, wirken weniger "gepush". Die Auflösung ist ebenso ausgezeichnet.

Summaron
Leitz Summaron 2.8/35mm
(Doppel-Gauss-Typ) -1958
Canon 3.2-35mm
Canon 3.2/35mm (1951-1954)
Canon 2-.8-35
Canon 2.8/35mm (1951-1962)


Sernar 2.8/35mm



CANON 1:2.0 35mm
The "Summicron" is the Leica f/2-class lens in 35, 50 and 90mm with highest reputation for performance and all-purpose usage among Leica-owners. The name Summicron has some legendary sound. This lens by some photographers was sometimes called the "Japanese Summicron". For some reasons it could be seen as regression, because Canon already made a 1.8/35 in 1956 (which was together with the Nikkor the fastest at this time, and an excellent lens) and, 1958, an 8-elements 1.5/35 which again was the fastest wide-angle of that time. Oppinions about quality of the latter are divided, some say "speed" was seen more important as contrast and sharpness at design, like it was with the 0.95/50...

Anyway, in April 1962 the 2.0/35 came out and replaced both in production - with 7 elements/ 4 groups a derivation if the 1.8/35, but sharper and more contrasty in the center. And from the formula, very similar to the - later! - 7 elements Summicron design...

Canon 2/35 von 1963
Leitz Summicron 2/35 (pre-Asph) von 1979
canon 
 summicron

Canon 35mm f/2.0    Canon Lens 2.0/35 an einer Canon 7 Ragefinder

Furthermore black, small, and lightweight - just a handfull glass and alloy. Finally without "infinity lock". Looks like a Mini-SLR-lens, but disappears in a trouser pocket. The unimpressive outline doesn't hide the excellent working. Not cheap. Rare and sought-after. Whoever owns one don't give it away untill he gets something better. This is - 40 years after debut - available but costs much more.

Idstein Marktplatz

Note, I don't talk about the Voigtländer Ultron RF 1.7/35 as better. I use them both. The Ultron is sharper, but not to an noticable extend in most sitautions. The Canon is more contrasty and color saturation is more naturally (this with a mono-coated lens!). The Ultron is a sharper in very small details, but comperativly dull. Probably it can be expected to be better wide open. But I use my 35mm's closed to f/8 for landscapes as well - as "sunny day lenses". The Canon 2/35 also harmonizes with the Snapshot-Skopar 4/25 and Heliar 4.5/15mm. If you take these two lenses with you and the 1.7/35 you will detect the Ultron pictures as the most dullest. Beside is the Canon more compact and handy as the "big" Ultron

Examples (klick for max. resolution; scanned 13x18 cm prints):
Canon 2/35 RF (1963)
Voigtländer Ultron 1.7/35 RF (1999)
Canon35mm
Ultron 35mm


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